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- Namenspatrone -
Gedenktag Unserer Lieben
Frau in Lourdes
(11. Februar)
Lesung: Jes 66, 10-14c |
zur Einführung:
Der heutige Gedenktag erinnert nicht nur an eine Erscheinung der Gottesmutter im
Jahre 1858; dankend denken wir an den wohl größten Wallfahrtsort der Welt, an
die vielen Menschen, die seither in Lourdes Heil erfahren haben. - In der
Liturgie des heutigen Tages dürfen wir uns verbunden wissen mit all den Kranken
und Hilfesuchenden, mit den Betenden und Hoffenden.
Auch wir haben unsere Anliegen, die wir im großen Vertrauen auf die Fürsprache
Mariens, Gott anvertrauen dürfen.
Mit der Bitte um Vergebung erbitten auch wir eine Heilung: Gott möge von uns
nehmen, was uns im Leben als Sünde Last bedeutet.
Predigt/Homilie:
Immer wieder fasziniert eine Reise nach Lourdes, eine Reise, die man sehr wohl
auch als Wallfahrt versteht. Wie viele Menschen haben in Lourdes schon eine
Heilung erfahren. Ich meine damit nicht nur die amtlich anerkannten
Wunderheilungen, tausende und abertausende Menschen meine ich, die beeindruckt
und "bekehrt" ihr Leben neu verstehen, dankbar sind für die
Gesundheit, und die am Gnadenort Frieden für die Seele spürbar erfahren haben.
Das Schauen des Leides wird für viele "heilsam". - Was ist das eigene
Leid dem gegenüber, was man dort an Leid und Krankheit so erdrückend
im Übermaß sieht. Heilsam ist die Erkenntnis: Wie gut geht es mir! Wir machen
uns das Leben nur selber so schwer: Ein kleines Wehwehchen macht uns schon zu
einem leidenden Gottesknecht, und es ist doch ein verkehrtes Denken, wenn wir
alle unsere Aufmerksamkeit nur dem einen Körperteil zu wenden, der uns gerade
weh tut. Wie müssten wir uns freuen über all die Glieder, die gesund sind und
uns keinen Schmerz verursachen!
Wenn wir an die Kranken von Lourdes denken, dann können wir nur lernen, was
Hoffnung und Vertrauen bedeutet. Staunen müssen wir über das inständige Gebet
der Kranken, das sich über alles Leid und jede Traurigkeit hinwegsetzt und für
alle zu einem mitreißenden Lobgesang wird.
Der Gesunde mag spotten über das "Ave, Ave, Ave Maria"; wer es aber
erlebt hat, mit welcher Hoffnung und mit welchem Ausdruck dieser Ruf von den
Kranken gesungen wird, der wird im Denken geheilt, der denkt dann anders über
den Glauben, der für viele einfach alles bedeutet.
Wie viele Gesunde hadern mit Gott, zweifeln an seiner Liebe, zerbrechen am
kleinsten Hauch eines ungnädigen Schicksals. - Der Gedenktag Unserer Lieben
Frau in Lourdes kann unser Denken wieder ein wenig korrigieren im Vertrauen auf
Gott. Sind wir doch dankbar für alle Gnade und für das reiche Beschenkt sein: für
das kostbare Gut "Gesundheit" und für die Stärke, die uns Gott durch
den Glauben in das Herz eingesenkt hat zur Bewältigung all der
"Unbill" des Lebens.
In den Fürbitten wollen wir aber nicht nur an uns selber denken; auch für die
Kranken beten wir zu Gott:
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